ARNOLD, JOHANN GOTTFRIED * Niedernhall bei Öhringen (Hohenlohe) 1. Febr. 1773 | † Frankfurt/M. 26. Juli 1806; Violoncellist und Komponist
Er war der Sohn des Schulmeisters von Niedernhall bei Öhringen in Württemberg. Von frühester Kindheit an zeigte er eine solche Leidenschaft und Begabung für die Musik, dass sein Vater ihn in seinem zwölften Lebensjahr beim Stadtmusikus der benachbarten Stadt Künzelsau in die Lehre gab. Während dieser Zeit widmete er sich vor allem dem Cellospiel, das er unter dem Einfluss eines sehr anspruchsvollen Meisters mit einem solchen Eifer betrieb, dass er angeblich dauerhaft seine Gesundheit schädigte.
Im Jahr 1789 endete seine Lehrzeit, und im darauffolgenden Jahr nahm er sein erstes festes Engagement in Wertheim an, wo sein Onkel, Friedrich Adam Arnold, als Musikdirektor etabliert war. Er setzte seine Studien mit unverminderter Energie fort. Nach Konzertreisen in der Schweiz und in Deutschland hielt er sich einige Zeit in Regensburg auf, um den Unterricht des fähigen Cellisten Maximilian Willmann in Anspruch zu nehmen. Um sich ständig zu verbessern, besuchte er Berlin und Hamburg, wo er das Glück hatte, Bernhard Romberg kennenzulernen, dessen Stil und Methode er mit großem Gewinn studierte.
Im Jahr 1799 wurde er als erster Cellist an das Frankfurter Theater berufen, wo er sich viel mit Komposition beschäftigte und sowohl als Ausführender als auch als Lehrer großes Ansehen genoss. Die Karriere dieses jungen und begabten Künstlers wurde jedoch schnell beendet, da er 1806 im Alter von nur vierunddreißig Jahren an einem Lungenleiden starb.
